Funkmikrofone: Anwendung und Positionierung

Der Signalweg vom Sender zum Empfänger

Funksignale breiten sich wellenförmig aus – ganz ähnlich den Wasserwellen – und werden vom Sender kreisförmig abgestrahlt. Dadurch entstehen Reflektionen an Decke, Boden und Wänden, die sich mit dem direkt abgestrahlten Signal überlagern.

Direkte und reflektierte Signale können sich derart überlagern, dass sie sich gegenseitig auslöschen, was zu Aussetzern (Drop Outs) führen kann. Diese Gefahr besteht besonders bei Systemen, die mit nur einer Antenne arbeiten, so genannte Non-Diversity-Systeme. Mit Diversity-Empfängern sind selbst größere Reichweiten kein Problem.

Funkmikrofonsysteme Diversity und Non Diversity



Platzierung der Empfänger und Antennen

  • Korrekte Platzierung des Empfängers: Empfänger können durch eine Vielzahl von Geräten beeinflusst oder gestört werden. Dazu zählen nicht nur Geräte, die mit Funk arbeiten, sondern auch digitale Geräte wie CD-, DAT-, MD-Player, PCs, Notebooks usw. Es empfiehlt sich, einen Abstand von mindestens einem Meter zu diesen Geräten einzuhalten.
  • Korrekte Platzierung der Antennen: Im Idealfall werden Antennen so platziert, dass eine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger besteht. Werden Empfänger in ein Rack eingebaut, sollten die Antennen vorne und möglichst ganz oben angebracht werden. Bei Diversity-Empfängern sollten die Antennen jeweils um 45° angewinkelt sein. Der Diversity-Effekt liefert die besten Ergebnisse, wenn die beiden Antennen ca. 40 cm (eine Wellenlänge) auseinander liegen. Schrumpft der Abstand, verringert sich dieser Effekt. Deshalb sollte bei abnehmbaren Antennen auf einen Abstand von mindestens ca. 40 cm geachtet werden.

Verwendung eines Antennensplitters

Bei Verwendung von mehreren drahtlosen Mikrofonsystemen und besonders auf Tour werden die Empfänger häufig in ein Rack eingebaut. Dadurch liegen allerdings die verschiedenen Antennen recht nahe beieinander, was das Empfangsverhalten verschlechtert.

Bei den meisten, etwas hochwertigeren Systemen können die Antennen abgenommen werden, was den Einsatz eines Antennensplitters ermöglicht. Dieser teilt das Signal einer Antenne auf mehrere Empfänger auf, was für eine höhere Betriebssicherheit sorgt. Sinnvoll ist der Einsatz eines Antennensplitters ab vier Empfängern in einem Rack.

Beispiele für Antennensplitter:

  • passiver Splitter UA221
  • aktiver Antennensplitter UA844

Spannungsversorgung

Im Gegensatz zu den meisten drahtgebundenen Mikrofonen benötigen drahtlose Sender Batterien. Eine regelmäßige Überprüfung des Batteriezustandes und das rechtzeitige Austauschen leerer Batterien sollte selbstverständlich sein. Der Betrieb mit Akkus ist generell möglich. Mignon (AA) Akkus sind sehr gut geeignet, da es mittlerweile Akkus mit einer Kapazität von 2500 mAh und mehr gibt. Es gilt: Je mehr Kapazität, desto länger die Lebensdauer.

Bei den 9 V-Block-Akkus bietet der Markt leider keine mit einer vernünftig hohen Kapazität. Hier lohnt sich der Einsatz von Alkali-Batterien, die eine doppelte Lebensdauer garantieren. Werden allerdings nur kürzere Einsatze mit bis zu etwa 3 Stunden benötigt, so spricht auch hier nichts gegen den Einsatz von 9 V-Akkus.

Manche Drahtlos-Systeme sind mit einer Batteriestands-Anzeige ausgestattet. Diese ist auf Verwendung von Alkali-Batterien eingestellt. Bei Verwendung eines Akkus kann es am Ende der Lebensdauer zu einem schnellen Abfall der Spannung und einem vorzeitigen Ausschalten des Senders kommen.


 

Anwendungsbeispiele für Funkmikrofone

Beispiel: Sängerin mit Funkmikrofon

Funkmikrofon Anwendungsbeispiel Sänger




 

Beispiel: Rednerin mit Funk-Lavalier-Mikrofon

Funkmikrofon Anwendungsbeispiel Sprecher




 

Beispiel: Gitarrist mit Funksystem

Funkmikrofon Anwendungsbeispiel Gitarrist




 

Beispiel: Saxophonist mit Funk-Instrumentenmikrofon

Funkmikrofon Anwendungsbeispiel Saxophonist



 


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Video: Basiswissen Funkmikrofon-Systeme

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