In-Ear Monitoring: Antennentechnik
Ob nun ein Funksignal von einem fest stehenden Sender zu einem portablen Empfänger, wie im Fall von In-Ear Monitoring, oder den anderen Weg wie bei Verwendung von drahtlosen Mikrofonsystemen gesendet wird, macht in der Technik und der Handhabung keinerlei Unterschiede. Es gelten generell alle technischen Grundlagen und praxisbezogene Hinweise wie im Kapitel Funk-Systeme.
Auch hier sei nochmals erwähnt, dass nahe zueinander gelegene Antennen sich gegenseitig stören. Deshalb sollte die Antennenanzahl so weit wie möglich reduziert werden. Ähnlich wie zur Reduzierung von Antennen bei Funkmikrofonen Antennensplitter angeboten werden, können für In-Ear Monitoring Sender Antennen-Combiner eingesetzt werden. Diese führen das Antennensignal von mehreren Sendern auf eine Antenne zusammen. Dadurch wird die Betriebssicherheit und Kompatibilitat drastisch verbessert.
Antennen-Combiner:
| INFO: Taschenempfänger |
| Es werden hauptsächlich nur Taschenempfänger mit Non-Diversity (sprich einer Antenne) angeboten. Wie oben schon erwähnt, arbeitet die Diversity-Technik am besten, wenn die Antennen ca. 40 cm auseinander liegen. Schrumpft der Abstand auf nur wenige Zentimeter (was im Fall eines kleinen Taschenempfängers der Fall wäre), so vermindert sich der Effekt so stark, dass er gegenüber einem Non-Diversity-System kaum mehr Vorteile bringt. Der Vorteil eines In- Ear Monitoring Diversity-Systems wurde also in keinem sinnvollen Verhältnis zu den höheren Kosten stehen. Darüber hinaus ist ein kurzes Drop-Out im In-Ear Monitoring System tragbar – im Gegensatz zu einem Drop-Out im PA-Signal. |
| INFO: Störungen bei Kombination mit Funkmikrofonen |
| In-Ear Monitoring Sender und Empfänger von drahtlosen Mikrofonen stören sich sehr stark. Deshalb muss hier auf einen Abstand von mindestens 3 m geachtet werden. Am besten nutzt du hierfür zwei einzelne Racks. |