Monitoring - was ist das?
Mit dem Beginn der „elektroakustisch verstärken Konzerte“ wurde schnell klar, dass für den Musiker auf der Bühne ein spezieller Sound benötigt wird. Auf der einen Seite gab es die PA – das laute akustische Signal für die Zuhörer; auf der anderen Seite der „Sound-Mix“ auf der Bühne durch akustische Instrumente wie Schlagzeug – und auch elektroakustische Instrumente wie E-Gitarre. Für einen Schlagzeuger war es sicherlich nie das Problem sich selber nicht laut genug zu hören – viel mehr ging die Stimme des Sängers in dem lauten Sound des Schlagzeugs komplett unter. Der Sänger auf der anderen Seite wurde von den lauten Signalen des Schlagzeugs und E-Gitarre zugedröhnt und er selber konnte sich kaum hören.
Aus dieser Problematik entstand das Monitoring – was zu Deutsch so viel sagt wie „Kontrolle/Überwachung“ – also sein eigenes Signal (beispielsweise Gesang) hören bzw. kontrollieren zu können.
In der Zwischenzeit hat sich das Monitoring fest etabliert. Bei großen Veranstaltungen gibt es ein separates Monitor-Pult, das üblicherweise direkt neben der Bühne steht. Die (Mikrofon-)Signale von der Bühne (Sänger, Abnahme der E-Gitarre, Schlagzeug-Mikrofone… und natürlich auch die Signale von Keyboard) gehen erst in das Monitor-Pult. Dort werden sie durchgeschliffen und gehen dann zum FOH-Pult (Front-Of-House), also für die PA (Public Access).
Somit liegen alle Signale sowohl am Monitor-Pult wie auch am FOH-Pult an und können damit komplett unabhängig voneinander getrennt geregelt werden.
Aus dem Monitorpult werden nun diverse Lautsprecher bedient. So stehen beim Schlagzeuger z.B. Side-Fills und an der vorderen Bühenkante liegen die typischen Wedges auf dem Boden für die Monitor-Signale von Sänger, Gitarristen usw. Jeder Musiker kann nun sein individuell abgestimmtes Monitor-Signal bekommen.
Der Schlagzeuger benötigt meist ein starkes Signal vom Bass allerdings ist sein Schlagzeug laut genug und muss gar nicht auf den Monitor gelegt werden. Sänger benötigen natürlich ein sehr lautes eigenes Signal und ein Keyboarder neben seinem eigenen Instrument einen „runden“ Bandmix.
Für kleinere Bands beziehungsweise in kleinen Clubs ist dieser immense Aufwand sowohl finanziell wie auch wegen dem aufwändigem Setup kaum tragbar. Es wird dann nur ein (FOH-Pult) verwendet und die AUX-Wege als Monitor-Zweige genutzt. Je nach Pult ist dies aber meist auf 4 Wege begrenzt.